Mittwoch, 19. Juli 2006

Kapitel 5

Der Wettergott meint es in diesem Sommer gut mit uns. Seit Wochen genießen wir bei Temperaturen über 25 Grad das Leben auf der Alm. Ich liege meistens tagsüber faul in der Sonne herum. Am Abend jage ich dann mit meinem Papa über das Almgelände. Das macht echt Spaß! Heute habe ich gehört wie sich zwei Menschen die aus dem Tal zu uns zum Mittagessen hochgekommen waren miteinander unterhalten haben - die Oma nennt sie Gäste.
Die haben da voll rumgejammert, dass sei alles so heiß - wie in den Tropen und nicht auszuhalten. Ja Leute, da seid ihr wohl selber Schuld, wenn ihr unten im Tal Sommerurlaub macht. Bei uns oben ist es einfach kühler als dort und außerdem geht meist ein leichter Wind. Darum bin ich auch jeden Sommer hier oben auf der Maltabergeralm - so hat mir das jedenfalls die Magdalena erklärt. Die ist in den Schulferien mit ihrer Schwester auch den ganzen Tag hier oben.


Jetzt weiß ich auch, warum immer mehr Heuschrecken in meiner Wiese sind. Die sind alle auf der Flucht - aber ich habe ja keine Angst mehr. Überall um meine Wiese herum wird das Gras gemäht. Die Menschen benutzen dazu Ponys aus Metall. Die Oma nennt das Balkenmäher. Angeblich soll das dann mein Futter im Winter sein. Aber warum soll ich mich damit beschäftigen - ich weiß ja nicht einmal was Winter ist. Dafür habe ich aber mal einige Bilder vom Almsommer reingeklebt.


Bis Bald,
Euer Amadeus